Schuldner zahlen zu viel. Ja, gibt’s denn das?!

Angesichts der Tatsache, dass wir in den vergangenen sechs Jahren pro Jahr durchschnittlich 28.000 Euro an Überzahlungen an Schuldner zurück überwiesen haben, könnte man fast zu der Annahme kommen, dass sich die Zahlungsmoral ja wohl enorm verbessert haben muss. Dem ist leider nicht so. Es gibt nach wie vor immer wieder Forderungen, die nicht zu realisieren sind. Es gibt aber in der Tat auch Schuldner, die nicht nur die Gesamtforderung samt des Verzugsschadens zu hundert Prozent begleichen, sondern die auf die Forderung weiter „abzahlen“, als bestünde sie noch. Das geschieht zumeist per Dauerauftrag, der, einmal eingerichtet, läuft und läuft und nicht weiter kontrolliert, geschweige denn nach vollständigem Schuldenabtrag gelöscht wird. So ein Verhalten kann, wenn vielleicht sogar noch andere Daueraufträge eines Schuldners davon betroffen sind, ggf. sogar zu neuen Schulden führen.

Überzahlungen verursachen bei uns zusätzlichen Verwaltungsaufwand, der kostet und eigentlich unnötig wäre. Wie man es macht, macht man es also verkehrt?! Nein, auf gar keinen Fall. Schulden zu begleichen, sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Aber genauso sollte es auch selbstverständlich sein, dass man seine Konten immer im Auge behält, zumal dies in unserem technisierten Zeitalter ja auch jederzeit von überall her möglich ist. Ich bin aber immer wieder erstaunt, wie lasch Kontoführung zum Teil gehandhabt wird. Wenn ein Schuldner seine Schuld in Raten abträgt, weisen wir ihn z. B. darauf hin, dass seine letzte Rate ansteht. Häufig handelt es sich bei der letzten Rate auch nur noch um einen geringen Restbetrag. Und auch darauf weisen wir hin. Und dennoch erleben wir es immer wieder, dass der Schuldner einfach wie gewohnt seinen Dauerauftrag laufen lässt. Ja, wir müssen sogar ab und an wiederholt anfragen, wohin wir die Überzahlung überweisen sollen, ohne dass kurzfristig reagiert wird.

Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, Überzahlungen zurückzuerstatten, auch wenn wir den Mehraufwand an Zeit und Personal dafür nicht erstattet bekommen. Aber was geschieht z. B. mit einer fehlerhaften oder gar unberechtigten Abbuchung vom Konto, wenn man ihrer gar nicht gewahr wird, es nicht bemerkt?

Wer Forderungen vorbeugen möchte, der sollte seine Finanzen unbedingt im Griff und Blick haben. Einmal Schulden, immer Schulden! Das ist ein geflügelter Spruch, dem man aber mit einem sorgfältigen und wachsamen Umgang den Nährboden entziehen kann. Denn – Finanzkompetenz ist kein Hexenwerk. Man kann sie erlernen!

 

Mehr dazu: https://www.bremer-inkasso.de/deutsch/aktuelles/dauerauftraege-immer-im-blick-behalten.html

 

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